NEU: Bannwaldturm

Das zweitgrößte Moorgebiet Südwestdeutschlands ist um eine Attraktion reicher: den 38,5 Meter hohen Bannwaldturm am Pfrunger-Burgweiler Ried. Der Aussichtsturm macht die Schönheit des Rieds von oben sichtbar und ist ein gemeinsames Projekt der Gemeinde Ostrach und des Landesbetriebs ForstBW. Er ist in moderner Holzbauweise errichtet und stellt eine Verbindung aus Aussichts- und Informationsplattform dar. Seinen Namen verdankt der Aussichtsturm dem in unmittelbarer Nähe liegenden Bannwald Pfrunger Burgweiler Ried, einem über 400 Hektar großem Waldschutzgebiet. Die Riedbesuchenden sollen über das einzigartige Ried und die nachhaltige Waldwirtschaft im Land informiert werden. Die einzigartige Naturlandschaft ist über zahlreiche Rundwanderwege erschlossen. Mehrere Besucherplattformen bieten zu jeder Jahreszeit die Möglichkeit, Biber, Storch und andere Wildtiere hautnah zu erleben.
Der inmitten des Pfrunger Burgweiler Ried gelegene gleichnamige Bannwald wurde 1991 gegründet und 2012 erweitert. Er ist mit 441 Hektar der größte seiner Art in Baden-Württemberg. Er stellt ein faszinierendes Mosaik verschiedener Waldgesellschaften in unterschiedlichen Entwicklungsstadien dar. Eine Besonderheit ist dabei das Vorkommen des gefährdeten Rauschbeeren-Bergkiefern-Moorwalds. Bannwälder sind nach Landeswaldgesetz „Waldreservate, in denen keine Pflegemaßnahmen oder Holzentnahmen stattfinden“. Die Natur kann sich hier ungestört entwickeln. Hiervon profitieren Tier- und Pflanzenarten, die auf das Vorhandensein alter und absterbender Bäume angewiesen sind. Zudem dienen sie wissenschaftlichen Untersuchungen über die Entwicklung der Waldlebensgemeinschaft ohne Einfluss des Menschen.

Pfrunger-Burgweiler Ried

Das Naturschutzgebiet Pfrunger-Burgweiler Ried, Südwestdeutschlands zweitgrößtes zusammenhängendes Moorgebiet lässt sich von Ostrach oder Burgweiler aus gut entdecken. In Burgweiler beginnt der Riedlehrpfad, der die Gäste auf einer ca. 1,5-stündigen Wanderung auf die Besonderheiten dieses Naturschutzgebietes aufmerksam macht. Was das Pfrunger-Burgweiler Ried so bedeutsam macht, ist seine Tier- und Pflanzenwelt in einer von Menschenhand nicht nur über Jahrhunderte sondern über Jahrtausende geformten Kulturlandschaft.

Etwa neun Kilometer lang erstreckt sich die vermoorte Talaue zwischen Ostrach und Wilhelmsdorf. Seinen Namen erhielt das Feuchtgebiet von den Pfarrdörfern Pfrungen und Burgweiler, deren Gemarkungsgrenzen tief in die Riedlandschaft vorstoßen. Was das Pfrunger-Burgweiler Ried so bedeutsam macht, ist seine Tier- und Pflanzenwelt in einer von Menschenhand nicht nur über Jahrhunderte sondern über Jahrtausende geformten Kulturlandschaft. Zahlreiche archäologische Funde zeugen von steinzeitlicher Besiedlung, von der Jagd in vorgeschichtlicher Zeit, vom Leben der Bauern im Mittelalter und vom Torfabbau bis weit in die Gegenwart. Darüber hinaus führt uns die Geologie des Gebiets bis weit zurück in die Eiszeit.

Das Pfrunger Ried mit seiner auf drei Länder verteilten Wildnis war in der Zeit nach den Koalitionskriegen um 1816/1817 ein begehrter Schlupfwinkel für Wilddiebe und Räuber. So lagerte die Bande des berüchtigten „Schwarzen Vere“ wiederholt in den riednahen Wäldern bei Spöck. Die nächtlichen Beutezüge erfolgten – jenseits der Ostrach – im Königreich Württemberg. Der Schwarze Vere und seine Bande wurden schließlich 1819 im Etterschen-Wald, wenige hundert Meter vor der badischen Grenze gefangen genommen. Heute erinnert eine Eichensäule an jener Stelle in der Nähe der Laubbachmühle an das Geschehen vom Frühjahr 1819. Der Schwarze Vere wird heute noch (v.a. von vielen oberschwäbischen Narrenzünften) als Volksheld verehrt.

Am nördlichen Ortsrand von Wilhelmsdorf befindet sich das Naturschutzzentrum Pfrunger-Burgweiler Ried. Die ständige Ausstellung spannt den Bogen von der  geologischen Entwicklung über die Kulturgeschichte bis hin zur Naturkunde des Pfrunger-Burgweiler Rieds. Dies wird durch eine Sammlung paläontologischer und archäologischer Fundstücke untermauert und veranschaulicht. Daneben wird eine Einführung in die Aufgaben und Ziele des Naturschutzes gegeben. Zur Veranschaulichung sind zwei Riedlehrpfade ausgeschildert und mit zahlreichen Schautafeln versehen.

 

Infos:
Öffnungszeiten Naturschutzzentrum an Sonn-/Feiertagen: 11:00 -17:00 Uhr
Führungen durch Ausstellung und Ried für Gruppen ab 10 Personen (2-3 Std.)
Eintrittsermäßigung mit bodo-Tageskarten u.a.: 1,00 Euro (Familien-Eintritt), 0,50 Euro (Einzel-Eintritt)
Entfernung ab Bahnhof Burgweiler: ca. 4 km bis zum Riedlehrpfad, ca. 12 km bis Naturschutzzentrum

Telefon: 07503 / 739     www.schwaebischer-heimatbund.de

 

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Grenzsteinmuseum Burgweiler
Die Gemeinde Ostrach ist die einzige Gemeinde, die badische, württembergische und hohenzollerische Gebietsteile umfasst und damit alle drei historischen Vorgängerländer des 1952 gebildeten Bundeslandes Baden-Württemberg. Ein rund 3.500 Quadratmeter großes Freigelände in der Teilgemeinde Burgweiler bildet die hügelige Endmoränenlandschaft des Ostracher Raums mit Fluren, Wäldern, Bächen, Straßen, Ortschaften, vor allem aber mit den früheren Landesgrenzen maßstabsgetreu im Verhältnis 1:200 nach. Informationstafeln erläutern das Museumskonzept, die Aufgaben und Geschichte der Landesvermessung, die Ostracher Grenzgeschichte durch die Jahrhunderte und die Grenzsteine als wichtigste Zeugnisse der früheren Grenzlandschaft. Auf einem etwa 13 km langen Vermessungslehrpfad, der die drei ehemaligen Landesteile sowie das Heimatmuseum in Ostrach, die Freilichtanlage und das Dreiländereck bei Laubbach verbindet, wird auf 14 Informationstafeln die Geschichte der Vermessungstechnik erläutert.

 

Infos:
Öffnungszeiten Freilichtanlage: frei zugänglich, Führungen Mai bis September an jedem 1. Sonntag im Monat 14-17 Uhr (außerhalb auf Anfrage)
Entfernung ab Bahnhof Burgweiler: 1,4 Kilometer

Eine detaillierte Beschreibung des Vermessungslehrpfads können Sie im PDF-Format herunterladen.

Telefon: 07585/536     www.noerdlicher-bodensee.de

 

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Puppenbühne Ostrach
Die Puppenbühne Ostrach wurde im Jahr 2000 als einziges feststehendes Kindertheater im Kreis Sigmaringen gegründet. Neben eigenen Produktionen kommen auch bekannte Märchen z.B. der Gebrüder Grimm, H.C. Andersen, W. Hauff zur Aufführung. In den Inszenierungen werden verschiedene Puppentypen verwendet. Hand-, Stabpuppen, Klappmaulfiguren und Marionetten werden mit Schauspielszenen kombiniert und so ergeben sich durch Lichteffekte und entsprechende Musik stimmungsvolle Geschichten. Zielgruppe der anspruchsvollen Unterhaltung sind vor allem Kindern zwischen 4 und 10 Jahren.

Zu folgenden Terminen bietet sich 2017 die Anreise mit dem Radexpress Oberschwaben an:
Sonntag 07.05. “Das tapfere Schneiderlein” oder Sonntag 14.05. “Die Geschichte vom Wackelzahn”

 

Infos:
Die Vorstellungen beginnen um 15 Uhr und kosten 5 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder (Kinder unter 3 Jahren sind kostenfrei). Die Puppenbühne befindet sich im alten Bahnhof von Ostrach und ist mit dem Radexpress Oberschwaben geradezu ideal erreichbar.

Um Reservierung unter Telefon 07585 / 3315 wird gebeten!     http://www.puppenbuehne-ostrach.de/

 

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Buchbühldenkmal
Die erste Schlacht des zweiten Koalitionskriegs war die Schlacht bei Ostrach am 21. März 1799. Zuvor gab es im November 1798 eine neapolitanische Besetzung von Rom, die schon im nächsten Monat von den Franzosen beendet wurde. Die französische Donau-Armee unter General Jourdan sollte mit 45.000 Mann in Süddeutschland eindringen. Ihr stellte sich Österreich mit 77.000 Mann unter Erzherzog Karl entgegen. In der Schlacht bei Ostrach gab es 4.400 Tote. Die Franzosen zogen sich nach Stockach zurück. Dort kam es vier Tage später am 25. März 1799 zur Schlacht bei Stockach, die erneut die Österreicher gewannen. In Ostrach erinnert das 1903 gebaute Buchbühl-Denkmal an diese Schlacht. Zuvor stand auf dem noch unbewaldeten Buchbühl ein einfaches Holzkreuz. Die Kuppel ist mit Kupfer gedeckt und trägt ein vergoldetes Kreuz. Im Jahre 1945 wurde zum Schutz des Denkmals eine Marienkapelle eingerichtet.

 

Infos:
Öffnungszeiten: frei zugänglich
Entfernung ab Bahnhof Ostrach: 1,5 Kilometer

Telefon: 07585 / 536     www.noerdlicher-bodensee.de

 

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Atelier Laubbach
Seit 30 Jahren zeigt der Maler und Holzschneider Peter Weydemann Ausstellungen in seinem Atelier, mit denen er vor allem gegenständliche Kunst der Gegenwart – Grafik, Zeichnung, Malerei und Skulptur – präsentiert. Unter dem Motto „Kunst im Dialog“ werden einzelne Künstler, Themen oder Techniken vorgestellt, gleichzeitig ist diese Reihe eine Einladung zu Gesprächen, Fragen und Auseinandersetzungen zu Kunstthemen. Das atelier laubbach als Galerie und gleichzeitig als Ort künstlerischer Produktion bietet die besten Voraussetzungen zum Dialog. Die Galerie ist noch um einen Skulpturengarten erweitert. Auf der Wiese zwischen alten Obstbäumen stehen über zwanzig Arbeiten verschiedener Bildhauer aus ganz Deutschland.

 

Infos:
Öffnungszeiten: siehe Jahresprogramm
Entfernung ab Bahnhof Ostrach: ca. 3 Kilometer

Telefon: 07585 / 935361     www.atelierlaubbach.de

 

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